Was ist Shiatsu?

Was ist Shiatsu?
Shiatsu ist eine Form der manuellen Körperarbeit mit einem tiefen Verständnis für die Einheit von Körper, Geist und Seele. Seine Wurzeln liegen in uralten chinesischen und japanischen Gesundheitslehren. „Shi“ ist Japanisch und bedeutet Finger, „atsu“ steht für achtsamen Druck. Shiatsu heißt wörtlich übersetzt also „Fingerdruck“.

Harmonie durch Berührung
Tatsächlich arbeiten wir jedoch nicht nur mit unseren Fingern! Auch mit den Handballen, Ellenbögen, Knien und Füßen sprechen wir die verschiedenen Meridiane an, in denen – so die Idee der östlichen Medizin – die Lebensenergie Qi zirkuliert. Fließt die Energie ungehindert, herrscht Harmonie im System: Wir fühlen uns rundum wohl und gesund. Stress und zahlreiche andere Faktoren führen jedoch immer wieder zu Blockaden. In der Folge gerät der Energiefluss ins Stocken, was sich in Symptomen wie Verspannung, Kopfschmerz, Müdigkeit oder Rückenbeschwerden zeigen kann. Shiatsu unterstützt den Organismus dabei, wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu gelangen – und zwar auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Zu diesem Zweck üben wir während der Behandlung Druck auf verschiedene Meridiane und einzelne Akupressurpunkte aus. Zusätzlich kommen Rotationen und Dehnungen, fallweise auch ergänzende Techniken wie Schröpfen oder Wärmebehandlungen (Ingwerkompressen, Moxakraut) zum Einsatz.

Was ist Hara Shiatsu?
Tomas Nelissen entwickelte den Hara Shiatsu-Stil, indem er östliche Philosophie mit medizinischen Ansätzen verband und auch Themen wie Ernährung und Lifestyle in die Behandlung integrierte. „Hara“ bezeichnet die Mitte des Menschen, unser körperliches und energetisches Zentrum, aus dem heraus wir Kraft für ein selbstbestimmtes Leben schöpfen.

Bei wem und wo kann Shiatsu hilfreich sein?
Das größte Potenzial von Shiatsu liegt in der Vorsorge: Shiatsu unterstützt den Organismus dabei, im Gleichgewicht zu bleiben, aktiviert die Selbstheilungskräfte und sorgt insgesamt für ein spürbares Mehr an Wohlbefinden. Bei zahlreichen Befindlichkeitsstörungen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafproblemen, Kopfschmerzen, Migräne, depressiven Verstimmungen und Beschwerden des Bewegungsapparates kann Shiatsu zur Linderung beitragen. Regelmäßig angewandt, unterstützt Shiatsu auch das Immunsystem. Bei Kindern hat sich Shiatsu u.a. bei der Behandlung von Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität bewährt.

Wichtig: Shiatsu versteht sich als alternative, komplementäre Behandlungsform. Zur Abklärung von Beschwerden ist die Konsultation einer Ärztin/eines Arztes unerlässlich. Shiatsu ist eine gewerbliche Behandlungsmethode und ersetzt eine medizinische oder psychiatrische Behandlung nicht, kann diese jedoch unterstützen und ergänzen.

Wie bereiten Sie sich auf eine Shiatsu-Behandlung vor? Was erwartet Sie?
Die Shiatsu-Behandlung findet üblicherweise auf einer Futon-Matte am Boden statt. Am Anfang steht ein Gespräch, in dem sich alles um Ihre Wünsche, Beschwerden und Anliegen dreht. Außerdem stellen wir bei dieser Gelegenheit auch ein paar Fragen zu Ihrem aktuellen Lebensstil (Schlaf- und Essgewohnheiten, Stressfaktoren,…). Durch Abtasten Ihres Bauches und einen kurzen Blick auf Ihre Zunge erhalten wir weitere Anhaltspunkte für die Behandlung.

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit, in der Sie sich wohl fühlen und leicht bewegen können (T-Shirt, Trainingshose/Leggins und frische Socken aus Baumwolle). Und: Planen Sie ausreichend Zeit für die Anreise und die Behandlung ein! Noch ein letzter Tipp: Es hat sich bewährt, vor einer Shiatsu-Behandlung nicht üppig zu essen. 😉