Philipp – Über mich

Wie bist du zu Shiatsu gekommen?

Meine damalige Freundin und heutige Frau Tina hat mir vor vielen Jahren einen Gutschein für Shiatsu-Behandlungen geschenkt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon von Shiatsu gehört, es aber noch nie ausprobiert. Zum ersten Termin bin ich ohne große Erwartungen gegangen. Umso größer war dann die Überraschung: ich verließ die Praxis voller Energie und fühlte mich rundum wohl.

Nach einigen Behandlungen habe ich bemerkt, dass sich etwas grundlegend veränderte: ich kam wieder in Kontakt mit lange ignorierten Bedürfnissen. Auch mein Schlaf verbesserte sich und meine Magen-Darmprobleme wurden immer seltener. Viele Jahre habe ich Shiatsu dann als Klient genossen – irgendwann wollte ich mehr zu den Hintergründen erfahren und begann mit der Ausbildung an der Hara Shiatsu Akademie.

Die Begeisterung für Shiatsu wurde während dieser Zeit immer größer: heute bin ich selbst Lehrer an der Akademie und mit Leib und Seele Shiatsu-Praktiker.

Was fasziniert dich an Shiatsu?

Mich fasziniert der ebenso einfache wie effektive, ganzheitliche Ansatz. Unwohlsein, ob geistig oder körperlich, ist immer Ausdruck einer Blockade. Dabei ist der Körper vom Geist nicht zu trennen: fühlt sich unser Inneres nicht wohl, hat das früher oder später auch Auswirkungen auf unseren Körper. Diesen Zusammenhang vergessen wir sehr oft, oder wollen ihn so nicht sehen.

Das Magische an Shiatsu:
durch Berührung werden Geist und Körper der Klientin/des Klienten wieder in Verbindung gebracht. Mit den Händen können wir Energie, die im Körper ungleich verteilt ist, ausgleichen, Blockaden mithilfe einfacher Techniken lösen und das Wohlbefinden insgesamt stärken. Viele KlientInnen haben mir berichtet, dass ihre Beschwerden nach wenigen Shiatsu-Behandlungen bereits deutlich nachgelassen haben oder sogar verschwunden sind, und sie sich insgesamt deutlich stärker und frischer fühlten.

Wie würdest Du Dein Shiatsu beschreiben?

Wichtig ist mir bei meinen Behandlungen, den ganzen Menschen – mit all seinen Gefühlen, seinen Gedanken, seiner Herkunft und seinem sozialen Umfeld – wahrzunehmen. Jeder Mensch soll sich als einzigartiges Individuum gesehen fühlen und keinesfalls auf seine Beschwerden reduziert werden. Im Zentrum stehen immer die Empfindungen meiner Klientin bzw. meines Klienten. Um diesen Empfindungen ausreichend Raum zu geben, wende ich zu Beginn fallweise eine spezielle Fragetechnik „Clean Language“ an. Dadurch können bisher verborgene Energien zum Vorschein gebracht werden.

Die anschließende Shiatsu-Behandlung integriert das an die Oberfläche und ins Bewusstsein gebrachte Thema und sorgt dafür, dass es zu einem guten Abschluss gebracht werden kann.

Ihr bietet u.a. Shiatsu für Paare an: was kann man sich darunter vorstellen?

Die Idee zu „Shiatsu für Paare“ kam uns, weil Tina und ich uns genau das gewünscht und nirgends gefunden haben. Die Behandlungen erfolgen an ein- und demselben Termin in zwei nebeneinander liegenden Räumen. Eine Behandlung wird von Tina, die andere von mir durchgeführt – natürlich angepasst an die Wünsche und Bedürfnisse des jeweiligen Menschen. Der große Vorteil liegt in der zeitgleichen Behandlung: Statt alleine in den Genuss von Shiatsu zu kommen,  gönnt man sich diese 70 Minuten zu zweit. Was nach dieser Auszeit vom Alltag bleibt? Nun vielleicht gibt es dadurch neuen Gesprächsstoff oder ein Mehr an Gelassenheit. Auf jeden Fall aber frische Energie für die Beziehung.

Was bedeutet eigentlich das japanische Schriftzeichen in eurem Logo?

Das Piktogramm symbolisiert den Menschen.

Es zeigt, wie er auf seinen Beinen unterwegs ist. Das Zeichen besteht aus zwei Strichen, die Junko Baba, eine Meisterin der japanischen Schreibkultur, für uns gemalt hat. In Kombination mit dem Text HeartBodyMind soll die Kalligraphie verdeutlichen, wer im Zentrum unserer Behandlungen steht: Der Mensch. Und zwar als Ganzes. Vom Scheitel bis zur Sohle, mit all seinen Emotionen und Erfahrungen, mit seinem bisherigen Lebensweg und seinen Wünschen an die Zukunft.

Was hast du beruflich gemacht, bevor du Shiatsu-Praktiker geworden bist?

Mein beruflicher Weg war durchaus abwechslungsreich… Ich war schon Buchhändler, Herstellungsleiter einer Tageszeitung, Vorstandsvorsitzender einer Druckerei, Geschäftsführer einer NGO. Egal in welcher Branche oder in welcher Funktion ich arbeitete: Immer habe ich gerne mit Menschen zusammengearbeitet und sie in ihrem Tun unterstützt. Das hat sich mit meiner Tätigkeit als Shiatsu-Praktiker nicht geändert – im Gegenteil. Erst jetzt habe ich den Eindruck, dass ich meine Fähigkeiten am richtigen Ort und auf die richtige Art und Weise einsetzen kann.

Und gibt es sonst noch etwas über dich?

Sprache und Sprachen (Englisch, Tschechisch, Französisch, Italienisch, Spanisch) haben mich immer fasziniert. Besonders wichtig ist mir dabei der von Nicholas Pole in seinem Buch „Words that Touch“ beschriebene Ansatz: „Clean Language“. Die dabei verwendeten, neutralen Fragestellungen sind ein wesentlicher Beitrag zur Vereinfachung der Kommunikation mit Geist UND Körper.